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„Beschützer des Panjabi Metals“ – Wie Bloodywood mit ihrem Album „Rakshak“ die Szene erobern

Hey und willkommen zu Lilas Review!

 

Als Musik-Magazin lieben wir das ungewöhnliche, Sounds mit Ecken und Kanten, die selbst beim Wiederholten Einlegen der Scheibe Lust auf mehr machen. Besonders Metal bietet die ideale Grundlage, um sich kreativ auszuleben und verschiedene Musikrichtungen miteinander zu verbinden und seinen eigenen Stil zu entwickeln. Eine Band, die sich mit ihrem originellen Sound einen Platz auf den großen Stages der Szene verdient hat, ist Bloodywood, deren Album wir euch heute vorstellen werden.

 

Indien und Metal klingt nach einer Kombination, an die man vielleicht nicht als erstes denkt und dennoch unglaublich miteinander harmoniert. Bloodywood vermischen traditionell angehauchte Musikelemente aus der indischen Kultur mit energiegeladenen, hymnischen Metal und überliefern den Inhalt in Englisch sowie in Hindi. Verstanden werden die ausdrucksstarken Messages der Band trotzdem, sodass die Band über die Grenzen ihres Landes hinweg mit der universellen Sprache der Musik eine breite Fanbase aufbauen konnten. Das diese Konstellation weltweit Begeisterung findet, zeigt sich auch durch ihren Auftritt auf den Wacken Open-Air-Festival 2019.

 

Aller Anfang ist schwer, wie man sagt, weshalb die Geschichte unserer Helden im Jahr 2016 in Neu-Delhi als „Ein-Mann-Projekt“ begann, welches vom ehemaligen Rechtsanwalt Karan Katiyar gegründet wurde. Mit der Idee Bollywood Songs in Metal Manier auf YouTube zu veröffentlichen, wurde aus dem Solo-Projekt schnell eine zweiköpfige Band mit Sänger Jayant Bhadula. Es schlossen sich nach und nach die Lücken, sodass eine Band aus sechs individuellen Musikern entstand die zusammen als Bloodywood etwas Neues geschaffen haben.

 

Mit „Rakshak“ haben Bloodywood ein ausdruckstarkes Debüt veröffentlicht, wovon wir nahezu nicht glauben können, dass dies wirklich ihr erstes Album ist. Bereits zu Beginn ist zu erkennen, das Bloodywood mit ihrer Musik etwas bewirken wollen und machen im Einstiegssong „Gaddaar“ auf die Korruption von Politikern in ihrem Land aufmerksam, die durch das Verbreiten von Hass in ihrem Land versuchen Wählerstimmen zu gewinnen. Für die Stummen aufzustehen, etwas zu sagen und sich auch zu engagieren, dass gehört zu den markantesten Merkmalen der Band. Verschiedene Themen sowohl politische als auch gesellschaftliche werden von der Band aufgegriffen und in Form von zehn Songs in ihrem Album verarbeitet. So sprechen sie über physische Gesundheit, Armut, Hoffnung und Glauben oder sexuelle Gewalt wie im Song „Dana Dan“ und tragen diese unter den Titel des Albums „Rakshak“ zusammen. Dazu erklärt die Band:

 

„Rakshak bedeutet „Beschützer“ oder „Wächter“ auf Hindi. Die Botschaft unserer Musik war uns schon immer genauso wichtig wie die Musik selbst, und unser Ziel war und ist es, einen positiven Einfluss auf das Leben der Menschen und den Planeten zu haben. Musikalisch sind wir mehr als nur ein paar Risiken eingegangen und haben die Grenzen unseres Sounds sowohl gesanglich als auch instrumental erweitert. Neben einigen Songs mit unserem unverkennbaren Sound haben wir auch viel experimentiert, indem wir unsere bisher schnellste, härteste und wütendste Musik geschrieben haben, während wir auch Elemente und Instrumente aus Genres einbezogen haben, die am anderen Ende des musikalischen Spektrums liegen.“

 

Einen positiven Einfluss haben und zum Nachdenken anregen, das ist ihnen sicherlich gelungen. Untermalt werden die Texte von ihrer markanten Mischung, die einem zwischen eindringlichen Rap-Passagen, lautstarkem gutturalem Gesang sowie einem beständigen Rhythmus mitnehmen. Post-Hardcore trifft hier auf Metalcore und Progressive-Groove-Metal, die gepaart werden mit klassischen indischen Instrumenten, welche die nötige Melodik mitreinbringen. Mit dieser Authentizität und Leidenschaft, welche sie in ihre Songs legen, freut man sich jetzt schon auf das was die Band in Zukunft noch zu bieten hat.

 

Ihre Tour, welche auch durch Deutschland führt, wurde leider auf das Jahr 2023 verschoben. Wir werden uns diese Gelegenheit auf jeden Fall nicht entgehen lassen und uns die Band anschauen und wer weiß, vielleicht sieht man die Jungs auch mal mit Bands wie Twelve Foot Ninja auf Tour? Zu wünschen wäre es.

 

Hier ihr Musikvideo zu „Aaj“:

 

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